Jahresempfang 2026 der Arbeitskreise der NS- und SED-Aufarbeitung

Traditionelles Branchentreffen in den neuen Räumen der RHG e. V.

Zwei Frauen und vier Männer stehen im Halbkreis auf einem Bürgersteig. Im Hintergrund ist der Berliner Fernsehturm zu sehen..
von links: Uwe Neumärker (Direktor Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas), Frank Ebert (Berliner Aufarbeitungsbeauftragter), Staatsminister Wolfram Weimer (Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien), Alexander Straßmeir (Staatssekretär für Gesellschaftlichen Zusammenhalt), Rebecca Hernandez Garcia (Geschäftsführerin Robert-Havemann-Gesellschaft), Dr. Astrid Ley (Leiterin Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen). Bild: BAB
Eine Frau mit blonden Locken steht an einem Rednerpult und spricht in ein Mikrofon.
RHG-Geschäftsführerin Rebecca Hernandez Garcia begrüßt die Gäste des Jahresempfangs 2026. Bild: BAB

Jahresempfang der Arbeitskreise der NS- und SED-Aufarbeitung: Rund 80 Vertreterinnen und Vertreter von Aufarbeitungsinstitutionen, Lernorten, Museen, Gedenkstätten und Archiven in Berlin und Brandenburg kamen in den neuen Räumen der Robert-Havemann-Gesellschaft (RHG) in der Klosterstraße in Berlin-Mitte zusammen.

Die RHG betreibt das Archiv der DDR-Opposition mit Materialien zu Opposition und Widerstand gegen die kommunistische Diktatur in der DDR. „Wir freuen uns sehr, das Archivgut nun unter besseren Bedingungen lagern und weiter erschließen zu können“, so RHG-Geschäftsführerin Rebecca Hernandez Garcia. Zur Sammlung gehören u. a. Flugblätter, Aufrufe und Fotos von Friedens- und Umweltgruppen, Bürgerinitiativen und kirchlichen Oppositionsbewegungen.

 

Staatsminister Wolfram Weimer: Bei der Aufarbeitung wird nicht gespart

Ein Mann mit Brille steht an einem Rednerpult, gestikuliert mit den Händen und spricht in ein Mikrofon.
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Wolfram Weimer. Bild: BAB

Berlins Staatssekretär für Gesellschaftlichen Zusammenhalt Alexander Straßmeir verwies auf die zentrale Bedeutung der Arbeit der NS- und SED-Gedenkstätten, der Museen, Archive und der vielen zivilgesellschaftlichen Initiativen in Berlin und Brandenburg für unsere Gesellschaft: „Gerade in einer Zeit, in der historische Fakten zunehmend infrage gestellt, demokratische Grundwerte unter Druck gesetzt und gesellschaftliche Debatten immer schärfer geführt werden, ist Ihre Arbeit wichtiger denn je. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur historischen Bildung, zur demokratischen Orientierung und zum gesellschaftlichen Miteinander.“

Staatsminister Wolfram Weimer, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien der Bundesrepublik Deutschland, erfreute die Gäste mit einer guten Nachricht aus den laufenden Haushaltsberatungen: „Die Zeiten werden härter (…) Aber ich kann Ihnen versichern, dass Ihr Feld von Sparüberlegungen nicht berührt sein wird.

Der gemeinsame Jahresempfang der NS- und SED-Aufarbeitungsinstitutionen in Berlin und Brandenburg dient dem Netzwerk- und Fachaustausch von Gedenkstätten, Archiven, Museen und Initiativen der Erinnerungskultur. Die Veranstaltung wird gemeinsam von der Ständigen Konferenz der NS-Gedenkorte, dem Berliner Aufarbeitungsbeauftragten und der Bundesstiftung Aufarbeitung ausgerichtet.