Campus-Kino 2026

Impression Campus-Kino 2025, Foto: BAB/Cecilia Reible

August 2026: Vier Wochen Film, Geschichte und Austausch - umsonst & draußen

Von Montag, 3. August, bis Donnerstag, 27. August 2026, wird der Innenhof der „Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie“ erneut zum sommerlichen Open-Air-Kino. Vier Wochen lang präsentiert das Campus-Kino Filme zur DDR-Geschichte, Staatssicherheit, zu Widerstand und Aufarbeitung.

Jeder Filmabend beginnt mit einem Einblick in die Arbeit der beteiligten Akteurinnen und Akteure auf dem Campus für Demokratie. Im Anschluss an die Filmvorführung laden wir Filmschaffende, Fachleute sowie Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zum Gespräch und zur gemeinsamen Diskussion ein.

Begleitend gibt es ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Ausstellungen, Führungen und weiteren Angeboten auf dem Gelände.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Veranstaltungsort:
„Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie“
Ruschestraße 103
10365 Berlin

Partnerinnen und Partner des Campus-Kino

Das Campus-Kino wird vom Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv, dem Berliner Aufarbeitungsbeauftragten und der Robert-Havemann-Gesellschaft e. V. veranstaltet. Medienpartner sind radioeins, Der Tagesspiegel und der HIMBEER Verlag. Das Campus-Kino findet unter Mitwirkung von Stasimuseum, UOKG e. V., DOH Doping Opfer Hilfe e. V. und dem Bürgerkomitee 15. Januar e. V. statt.

Die Robert-Havemann-Gesellschaft e. V. wird gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Hinweis zur Sitzplatzverfügbarkeit

Die Zahl der Sitzplätze ist begrenzt. Bitte kommen Sie frühzeitig, da wir leider keine Reservierungen vornehmen können. Gerne können Sie auch eigene Sitzgelegenheiten mitbringen.

Hinweis zu Aufnahmen

Während der Veranstaltung entstehen Foto- und Filmaufnahmen, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der beteiligten Institutionen veröffentlicht werden können. 

FILMPROGRAMM CAMPUS-KINO 2026

Wilma will mehr (Spielfilm), D 2025, 112 Min.

Frau mit ausgebreiteten Armen in einem Raum mit dunkler Sitzbank und Wandtafeln im Hin-tergrund
Spielfilm "Wilma will mehr", Regie: Maren-Kea Freese, D 2025, Foto: Filmverleih

Montag, 3. August 2026, 19:30 Uhr

Ende der 1990er Jahre lebt Wilma (Fritzi Haberlandt) mit ihrem Mann Alex (Thomas Gerber) in der brandenburgischen Lausitz. Sie ist ausgebildete Elektrikerin, Schlosserin und Maschinistin. Als Wilma jedoch ihren Job im Baumarkt verliert und dann auch noch ihren Mann mit einer anderen Frau erwischt, kehrt sie ihrer Heimat den Rücken und zieht zu ihrem alten Freund Martin (Stephan Grossmann) nach Wien. Dort muss sie mit Mitte 40 komplett von vorn anfangen und sich an die kulturellen Unterschiede gewöhnen. Aber Wilma bleibt positiv und versucht, ihren Neuanfang so gut es geht zu meistern.

Regie: Maren-Kea Freese

Eröffnung Campus-Kino 2026:
Gespräch vor dem Film: Prof. Dr. Daniela Münkel (Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv), Dr. Jens Schöne (Stellv. Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) und Sebastian Zilm (Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.)

Filmgespräch: Prof. Dr. Hedwig Richter (Historikerin), Anne Christiansen (Zeitzeugin)
Moderation: Dr. Jens Schöne (Stellv. Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)


Spione unter uns (Dokumentarfilm, OT: „The Spies Among Us“), USA 2025, 94 Min.

Ein Mann mit Bart hält eine aufgeschlagene Akte mit einem Porträtfoto und Text in der Hand
Dokumentarfilm „Spione unter uns“ (OT: „The Spies Among Us“), Regie: Jamie Coughlin Silverman und Gabriel Silverman, USA 2025, Filmmotiv: J.S. Silverman und G. Silverman

Dienstag, 4. August 2026, 19:30 Uhr

Der Dokumentarfilm begleitet Peter Keup, einst gefeierter Turniertänzer in der DDR, dessen Lebensweg 1981 eine dramatische Wendung nimmt. Nach einem gescheiterten Fluchtversuch wird er verhaftet und kommt erst durch den Freikauf in die Bundesrepublik frei. Jahre später entdeckt er, dass sein eigener Bruder für die Stasi gearbeitet hat. Dieser Verrat lässt ihn nicht los. Als Historiker beginnt Keup seine Vergangenheit aufzuarbeiten. Auf der Suche nach Antworten stellt er sich auch ehemaligen Stasi-Offizieren – und konfrontiert sie in eindringlichen Gesprächen mit ihrer Verantwortung. Ein persönlicher Film über Schuld, Erinnerung und den Mut, sich der eigenen Geschichte zu stellen.

Regie: Jamie Coughlin Silverman und Gabriel Silverman

Vorgespräch: Dieter Dombrowski (Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. (UOKG e.V.) und Evelyn Zupke (Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur)
Filmgespräch: Dr. Peter Keup (Zeitzeuge, UOKG e.V.) und Jochen Girke (ehem. Stasi-Offizier)
Moderation: Prof. Dr. Daniela Münkel (Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv)


Herr Schmidt und Herr Friedrich (Dokumentarfilm), D 2001, 70 Min.

Zwei Personen sitzen hinter einem Tisch mit vielen Büchern und Schallplatten, im Hintergrund ein großes Regal voller Schallplatten und an der Wand mehrere gerahmte Fotos.
Dokumentarfilm „Herr Schmidt und Herr Friedrich“, Regie: Ulrike Franke und Michael Loeken, D 2001, Filmmotiv: filmproduktion loekenfranke, Witten

Donnerstag, 6. August 2026, 19:30 Uhr

Kurt Schmidt und Wilfried Friedrich sind ein schwules Paar, dessen Liebe viele Jahre vor dem Mauerfall begann. Als kaufmännischer Angestellter aus dem Westen und Kellner aus Ost-Berlin fanden sie zueinander und trotzten den Grenzen ihrer Zeit. In ihrer kleinbürgerlichen Welt gewähren Herr Schmidt und Herr Friedrich einen sehr persönlichen Einblick in ihr gemeinsames Leben. Dabei wird auch aus Stasi-Unterlagen zu Wilfried Friedrich zitiert. Offen sprechen sie über ihre Vergangenheit, ihre Gegenwart und ihre Hoffnungen für die Zukunft. Der Film ist ein sensibles Portrait, das Komik mit Traurigkeit vereint.

Regie: Ulrike Franke und Michael Loeken

Vorgespräch: Prof. Dr. Daniela Münkel (Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv) und Martin Schäfer (Bezirksbürgermeister Lichtenberg)
Filmgespräch: Mario Röllig (Zeitzeuge) und Dr. Teresa Tammer (Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv)
Moderation: Lena Kuhl (Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv)


Das Versprechen (Spielfilm), D 1994, 115 Min.

Eine Frau hält einem Mann die Hand zärtlich an die Wange.
Spielfilm „Das Versprechen“, Regie: Margarethe von Trotta, D 1994, Filmfoto: Studio Chanel

Montag, 10. August 2026, 19:30 Uhr

Im Herbst 1961 wagen Sophie (Meret Becker) und Konrad (Anian Zollner) mit Freunden die Flucht durch die Kanalisation nach Westberlin. Ein Moment entscheidet ihr Schicksal: Konrad bleibt zurück, wird verhaftet – und die Mauer trennt das junge Paar für Jahrzehnte. Ihr Leben verläuft fortan in zwei Welten, ihre Begegnungen bleiben seltene Ausnahmen, heimlich in Prag. Zwischen Hoffnung und Entfremdung erleben sie den Kalten Krieg, die politische Annäherung und schließlich den Mauerfall. Ein bewegendes Drama über verpasste Chancen und die Kraft der Liebe über Grenzen hinweg.

Regie: Margarethe von Trotta

Im Vorgespräch: Sven Behrend (Direktor Stasimuseum Berlin)
Im Filmgespräch: N.N.
Moderation: Dr. Martin Stief (Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv)


Als wir träumten (Spielfilm), D 2015, 117 Min.

Zwei Männer lehnen sich jeweils auf der Fahrerseite und Beifahrerseite aus dem Fenster. Das Auto fährt durch einen Tunnel.
Spielfilm „Als wir träumten“, Regie: Andreas Dresen, D 2015, Filmfoto: Pandora Film Verleih

Dienstag, 11. August 2026, 19:30 Uhr

Dani, Mark, Rico, Pitbull und Paul wachsen im Leipzig der Nachwendejahre auf – im Rausch einer Zeit, in der alles möglich scheint. Nächte voller Exzesse und der Traum vom eigenen Techno-Club treiben sie an. Doch eine rechte Gang macht ihnen ihr Revier streitig und die Gewalt eskaliert. Zwischen Aufbruch und Orientierungslosigkeit kämpfen die Freunde um ihren Platz im neuen Leben.
Kraftvoll, wild und zugleich zärtlich verfilmte Andreas Dresen den Erfolgsroman von Clemens Meyer. Das Drehbuch schrieb Wolfgang Kohlhaase.

Regie: Andreas Dresen

Vorgespräch: Dr. Christian Booß (Bürgerkomitee 15. Januar e.V.)
Filmgespräch: Andreas Dresen (Regisseur)
Moderation: Anna Kokenge (Referentin beim Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)


Tunnel der Freiheit (Dokumentarfilm), D 2021, 95 Min.

Ein Mann kriecht durch einen selbstgebauten Tunnel, der aussieht wie beim Tagebau.
Dokumentarfilm „Tunnel der Freiheit“, Regie: Marcus Vetter, D 2021, Quelle Foto: SWR/NBC/National Archives

Donnerstag, 13. August 2026, 19:30 Uhr

13. August 1961: Mit dem Mauerbau wird Berlin zur geteilten Stadt. Ein Jahr später gelingt 29 Menschen aus der DDR eine spektakuläre Flucht durch einen 135 Meter langen Tunnel in den Westen. Über Monate hinweg haben West-Berliner Studierende diesen heimlich gegraben – aus Solidarität, Liebe und politischer Überzeugung, stets unter Lebensgefahr.

Finanziert wurde der Tunnelbau auch durch Filmaufnahmen, die an den US-Fernsehsender NBC verkauft wurden. Dieses Archivmaterial bildet den Grundstock des vielschichtigen Dokumentarfilms, in dem erstmals eine Kamera hautnah eine Flucht unter der Berliner Mauer begleitete.

Regie: Marcus Vetter

Vorgespräch: Anna von Arnim-Rosenthal (Stiftung Berliner Mauer)
Filmgespräch: Joachim Neumann (Tunnelbauer und Zeitzeuge), Maja Nielsen (Autorin)
Moderation: Dr. Jens Schöne (Stellv. Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)


Zwei Leben (Spielfilm), D 2012, 97 Min.

Eine Frau im Wintermantel und Sonnenbrille schaut in die Kamera.
Spielfilm „Zwei Leben“, Regie: Georg Maas, D 2012, Filmfoto: Farbfilm Verleih

Montag, 17. August 2026, 19:30 Uhr

Seit 20 Jahren lebt Katrine (Juliane Köhler) ein scheinbar glückliches Leben in Norwegen. Doch mit dem Fall der Berliner Mauer gerät ihre Welt ins Wanken. Denn Katrine ist nicht die, für die sie sich ausgibt: Einst als Stasi-Agentin eingeschleust, hat sie ihre gesamte Existenz auf einer falschen Identität aufgebaut. Während Katrine versucht, ihre Vergangenheit zu verbergen, verstrickt sie sich immer tiefer in einem Netz aus Lügen. Ihr Doppelleben wird zur akuten Bedrohung – für ihr Familienglück ebenso wie für die Stasi-Offiziere, die sie einst geführt haben. Ein dichtes Drama über Identität und die Zerbrechlichkeit eines Lebens in der Lüge.

Regie: Georg Maas

Vorgespräch: Yvonne Laue (Beraterin beim Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)
Filmgespräch: Georg Maas (Regisseur)
Moderation: Jens Planer-Friedrich (Leiter Bürgerberatung beim Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)
 

Hinweis: Schon um 18:00 Uhr steht Yvonne Laue am Infotisch für Fragen zu den Beratungsangeboten des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zur Verfügung.


Die Akte Lindenberg - Udo und die DDR (Dokumentation), D 2005, 59 Min.

Ein junger Mann mit einem Mikro vor dem Mund.
Dokumentation „Die Akte Lindenberg“, Regie: Reinhold Beckmann und Falko Korth, D 2010, Foto: Udo Lindenberg Archiv

Dienstag, 18. August 2026, 19:30 Uhr 

Acht Jahre lang kämpfte Udo Lindenberg darum, in der DDR auftreten zu dürfen. Am 25. Oktober 1983 wird sein Wunsch Realität. Sein legendärer Auftritt im Palast der Republik schreibt deutsch-deutsche Musikgeschichte.
Reinhold Beckmann, damals als Tonassistent eines ARD-Teams vor Ort, und Falko Korth blicken in ihrer Dokumentation hinter die Kulissen dieses besonderen Konzerts. Anhand der Stasi-Akten über Udo Lindenberg rekonstruiert der Film die DDR-seitigen Beweg- und Hintergründe rund um den berühmten Auftritt in Ost-Berlin.

Regie: Reinhold Beckmann und Falko Korth
Musik: Noah Fischer (Panikorchester) 

Filmgespräch: Reinhold Beckmann (Journalist), Uwe Silberbach (Zeitzeuge), Noah Fischer (Saxophonist), Sofia Milina Schelling (Abiturientin) und Dr. Jens Schöne (Stellv. Berliner Aufarbeitungsbeauftragter)
Moderation: Antje Bernhardt (bernhardt-bildung)


Stolz und Eigensinn (Dokumentarfilm), D 2025, 113 Minuten

Eine Frau mit Bauhelm, nah, an einer Kiesgrube. Ein Tagebau.
Dokumentarfilm „Stolz und Eigensinn“, D 2025, Regie: Gerd Kroske, Filmfoto: Edition Salzgeber

Donnerstag, 20. August 2026, 19:30 Uhr

Kurz nach der Wende trifft Ostdeutschland die zweite große Entlassungswelle. Vor allem Frauen in Industrie-Großbetrieben der DDR, die gigantische Tagebaubagger steuern, Briketts in Züge verladen und das Chemiewerk Leuna überwachen, verlieren ihre Jobs. Rückblickend erzählen sie selbstbewusst von der Unabhängigkeit, die ihnen ihre Arbeit einst gab. Zwischen verlorenen Utopien und radikalem Umbruch erinnern sie sich an ihren Arbeitsalltag in heute verschwundenen Fabriken und Braunkohlegruben. Ein eindringlicher Film über eine Generation von Frauen, die sich ihren Stolz und Eigensinn bis heute bewahrt hat.

Regie: Gerd Kroske

Filmgespräch: Dr. Henrike Voigtländer (Historikerin und Leiterin des Lernorts Keibelstraße)
Moderation: Rebecca Hernandez Garcia (Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.)


Hunger auf Leben (Spielfilm), D 2004, 95 Min.

Nahaufnahme, eine Frau stützt ihr Kinn auf ihren Handrücken und schaut dabei aus dem Fens-ter. Sie hat einen traurigen Blick dabei.
Spielfilm „Hunger auf Leben“, Regie: Markus Imboden, D 2004, Filmfoto: MDR Junghans

Montag, 24. August 2026, 19:30 Uhr

Die Kleinstadt Burg in den 1950er Jahren: Die Schriftstellerin Brigitte Reimann (Martina Gedeck) ringt um ein selbstbestimmtes Leben zwischen gesellschaftlicher Enge, politischem Druck und persönlichen Krisen. Sie findet Halt im Schreiben und in Beziehungen zu Männern, die sie verstehen – und zugleich herausfordern. Während ihr literarischer Erfolg wächst, gerät sie ins Visier der Stasi, die ihren Lebensweg zu lenken versucht. Eine schwere Krankheit beendet ihr Leben viel zu früh. Ihr wichtigstes Werk bleibt unvollendet. Eine feinfühlige, melancholische Charakterstudie über eine kompromisslose Künstlerin, jenseits gängiger Ost-West-Klischees. Martina Gedeck erhielt dafür den Deutschen Fernsehpreis als beste Hauptdarstellerin.

Regie: Markus Imboden

Vorgespräch: Prof. Dr. Daniela Münkel (Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv)
Filmgespräch: Markus Imboden (Regisseur) und Martina Gedeck (Schauspielerin)
Moderation: Marie Kaiser (radioeins)


Flüstern und Schreien – Ein Rockreport (Dokumentarfilm), DDR 1988, 120 Min.

DEFA-Dokumentarfilm „Flüstern und Schreien“, Regie: Dieter Schumann, DDR 1988, Filmfoto: DEFA Stiftung Tina Bara

Dienstag, 25. August 2026, 19:30 Uhr

Der DEFA-Dokumentarfilm fängt das Lebensgefühl einer jungen DDR-Generation ein, die mit Rockmusik gegen Enge, Anpassung und die Welt ihrer Eltern aufbegehrt. Der Film begleitet Bands wie „Feeling B“, „Silly“ und „Sandow“ bei ihren Auftritten in den 1980er Jahren quer durch die DDR. Als raues Roadmovie eröffnet er unmittelbare Einblicke in eine lebendige, widerständige Musikszene und lässt Musikerinnen und Musiker ebenso wie Fans zu Wort kommen. Zwischen Proberaum, Bühne und Alltag entsteht ein eindringliches Porträt jugendlicher Sehnsucht nach Freiheit – und ein einzigartiges Zeitdokument der letzten Jahre der DDR.

Regie: Dieter Schumann

Vorgespräch: Julian Gruß und Tina Spasenkova (Abteilung Audiovisuelle Medien im Bundesarchiv)
Filmgespräch: Dieter Schumann (Regisseur) und Kai-Uwe Kohlschmidt (Band "Sandow")
Moderation: Cornelia Klauß (Filmwissenschaftlerin)


Good Bye, Lenin! (Spielfilm), D 2003, 121 Min.

Filmszene aus „Good Bye Lenin“, Quelle: X-Verleih

Donnerstag, 27. August 2026, 19:30 Uhr

Im Oktober 1989 fällt Christiane Kerner (Katrin Sass) nach einem Herzinfarkt ins Koma. Als sie acht Monate später erwacht, ist die DDR verschwunden und die Welt um sie herum radikal verändert. Um ihr schwaches Herz zu schützen, beschließt ihr Sohn Alex (Daniel Brühl), den Mauerfall zu verheimlichen und die DDR im eigenen Zuhause zu simulieren. Mit selbst produzierten Folgen der „Aktuellen Kamera“, Möbeln vom Sperrmüll und Spreewaldgurken erschafft er eine perfekte Illusion. Doch je mehr die deutsche Einheit voranschreitet, desto schwieriger wird es für Alex, die Fassade aufrechtzuerhalten. Regisseur Wolfgang Becker schuf eine hinreißend-charmante
Tragikomödie voll origineller Ideen, die Kritiker und Publikum gleichermaßen
begeisterte und zahlreiche Auszeichnungen erhielt.

Regie: Wolfgang Becker

Abschluss des Campus-Kino 2026 mit Alexandra Titze (Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv), Frank Ebert (Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) und Rebecca Hernandez Garcia (Robert-Havemann-Gesellschaft e. V.)

Moderation: Prof. Dr. Daniela Münkel (Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv)