Hermsdorf – Mein Kiez. Geschichte(n) des geteilten Berlins

Grenzübergang mit Schild 'Achtung Zonengrenze! Betreten verboten' und Baumreihe entlang eines Weges
Zonengrenze Hermsdorf, Bild: Landesarchiv Berlin, F Rep. 290 (02) Nr. 0064445 / Foto: Schubert, Karl-Heinz

Mit der Reihe „Mein Kiez. Geschichte(n) des geteilten Berlins“ nimmt der Berliner Aufarbeitungsbeauftragte den Alltag in den Kiezen Ost- und West-Berlins in den Blick. Hermsdorf gehörte damals zu West-Berlin. Der Ortsteil im Norden des Bezirks Reinickendorf stand damals unter französischer Kontrolle und grenzte im Norden an die DDR. Wie prägten Mauer und Besatzer das Leben in Hermsdorf zur Zeit der Teilung? Gemeinsam mit Zeitzeugen gehen wir dieser Frage auf den Grund.

Spurlos? Mauernähe und Alltagsleben in Hermsdorf

Bei West-Berlin zur Zeit des Kalten Krieges denken viele an besetzte Häuser, Studentenunruhen und an Mauertote. All das gab es in Hermsdorf nicht, dabei war die Berliner Mauer auch hier ganz nah. War Hermsdorf ein „weißer Fleck“ oder ein „idyllisches Fleckchen“ im geteilten Berlin? Welche Rolle spielte die nahe Grenze zur DDR? Die materiellen Überreste des Todesstreifens sind verschwunden – Und wie ist es mit den Spuren im Gedächtnis?

Kiez-Spaziergänge

Schülerinnen und Schüler des Georg-Herwegh-Gymnasiums (GHG) in Hermsdorf haben Zeitzeugen befragt, alte Zeitungen gelesen und Fotos analysiert. 

Auf Kiezführungen erzählen sie, was sie dabei entdeckt haben und zeigen historische Fotos (u.a. Grenzdokumentationen des MfS). 

Freitag, 4. Juli 2025, 17:30 Uhr
Montag, 7. Juli 2025, 10:30 Uhr

Treffpunkt: „Mauerdenkmal“, Silvesterweg 82, 16548 Glienicke/Nordbahn, Bushaltestellen Olafstraße oder Veltheimstraße

Der Kiez-Spaziergang dauert etwa anderthalb Stunden. Ein Teil der Strecke wird mit dem Bus zurückgelegt (Fahrschein erforderlich). Zum Abschluss gibt es eine kleine Erfrischung am GHG.

Impressionen vom Kiez-Spaziergang in Hermsdorf

Menschen stehen vor zwei bemalten Mauersegmenten mit Friedenstauben und Händen, umgeben von Bäumen und Wohnhäusern
Bild: BAB/Cecilia Reible
Informationstafel zur DDR-Grenzmauer zwischen Glienicke/Nordbahn und West-Berlin mit Text zur Geschichte und einem Wappen oben rechts
Bild: BAB/Cecilia Reible
Gruppe von Menschen steht auf einem Gehweg vor einem weißen Haus mit schwarzem Dach, einige hören einer sprechenden Person zu
Bild: BAB/Cecilia Reible
Drei Personen stehen an einer Straße, zwei halten historische Schwarzweißfotos von Bahngleisen hoch
Bild: BAB/Cecilia Reible
Gruppe von jungen Menschen und Erwachsenen vor einem Gebäude mit verziertem Eingang, einige halten Papiere und sprechen
Bild: BAB/Cecilia Reible
Drei junge Männer präsentieren Pläne oder Zeichnungen einer Gruppe von älteren Menschen im Freien vor Wohnhäusern
Bild: BAB/Cecilia Reible
Sieben Jugendliche stehen auf einer Treppe vor einem Gebäude mit oranger Fassade und dekorativen Reliefs über dem Eingang
Bild: BAB/Cecilia Reible
Mehrere historische Schwarzweißfotos und ein oranger Flyer liegen auf einem Holztisch, darunter eine Gruppenaufnahme und Porträts.
Bild: BAB/Cecilia Reible

Kiezgespräch

Donnerstag, 10. Juli 2025, 18:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Museum Reinickendorf
Alt-Hermsdorf 35
13467 Berlin

(Bushaltestelle Almutstraße)

Zu einem Kiezgespräch haben die Jugendlichen besondere Zeitzeugen eingeladen:

Dr. Burkhart Veigel, Fluchthelfer in den 1960er-Jahren

Florian Giese, Schülersprecher am GHG Ende der 1980er-Jahre
 

Anmeldungen bitte per Mail an museum@reinickendorf.berlin.de oder telefonisch unter (030) 902 94 64 60

Impressionen vom Kiezgespräch in Hermsdorf

Person hält Vortrag vor Leinwand mit Titel 'Spurlos? Mauernähe und Alltagsleben in Berlin-Hermsdorf' vor Publikum in einem Ausstellungsraum
BAB-Bildungsreferentin Elena Demke begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste zum Hermsdorfer Kiezgespräch im Museum Reinickendorf. Bild: BAB/Werner Menke-Schersch
Publikum sitzt in einem kleinen Raum und hört einer Podiumsdiskussion mit fünf Personen zu, die vor einer Leinwand sitzen.
Schüler trafen Zeitzeugen beim Kiezgespräch in Hermsdorf. Bild: BAB/Werner Menke-Schersch
Person hält Vortrag vor Leinwand mit Titel 'Spurlos? Mauernähe und Alltagsleben in Berlin-Hermsdorf' vor Publikum in einem Ausstellungsraum
Von links: Helene Wagner, Florian Giese, Burkhard Veigel, Till Weiß, Bild: BAB/Werner Menke-Schersch
Gruppe von zwölf Personen steht in einem Raum mit Holzboden vor einer Leinwand und einem Banner mit der Aufschrift 'Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur', einige halten gelbe Rosen
Bild: BAB/Werner Menke-Schersch
Eingang des Museum Reinickendorf in einem roten Backsteingebäude mit grünem Türrahmen und Banner zur Ausstellung 'Anregungen? – Ich brauche keine! Hannah Höch' vom 13. Juni bis 7. September 2025
Eingang des Museums Reinickendorf, Bild: BAB/Werner Menke-Schersch

Kooperationspartner

„Hermsdorf – Mein Kiez. Geschichte(n) des geteilten Berlins“ ist eine Veranstaltung des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten mit dem Museum Reinickendorf und dem Georg-Herwegh-Gymnasium. Medienpartner ist die Berliner Woche.

Logo des Museum Reinickendorf mit stilisierter roter Dachform und grauem Schriftzug
Logo des Georg Herwegh Gymnasiums mit stilisierter goldener Eule neben dem Schriftzug

Medienpartner

Der Text "Berliner Woche" auf blauem Grund