Veranstaltungsort
Schoeler Schlösschen
Wilhelmsaue 126
10715 Berlin
In der Nachkriegszeit, als Improvisation bei der Berliner Bevölkerung für die Nahrungsmittelversorgung gefragt war, wurde jedes Stück freies Land in der Stadt für gärtnerische Zwecke genutzt. In Zeiten des Mauerbaus bekamen auch Kleingärten politische Bedeutung, wenn sie bei der Errichtung der Grenze im Wege waren. Für viele Berlinerinnen und Berliner im Osten wie im Westen der Stadt blieb der eigene Garten dennoch ein kleines Stück Freiheit, ein Ort, an dem Normalität, Nachbarschaft und Eigeninitiative weiterlebten.
Bei dem Filmabend im Schoeler Schlösschen werden Filme gezeigt, die den Berliner Alltag in den Lauben dies- und jenseits der Mauer aufleben lassen. Im Anschluss spricht Filmkuratorin Christine Kisorsy mit dem stellvertretenden Berliner Aufarbeitungsbeauftragten und Historiker Dr. Jens Schöne.
Zur Eröffnung des Beteiligungsprojektes „Schoeler Scholle“ in der ersten Gartensaison lädt das Schoeler Schlösschen bei freiem Eintritt ein zu einer filmischen Reise durch 100 Jahre Gartengeschichte, kuratiert von Christine Kisorsy. Gespräche mit Filmschaffenden, Fachleuten sowie Historikerinnen und Historikern begleiten das Programm.
Zwischen Beeten, Lauben und verwinkelten Koloniewegen lässt sich die Geschichte einer Stadt aus einer anderen Perspektive erzählen. Im Mittelpunkt steht dabei der Garten als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen: als Ort sozialer Fürsorge und gesundheitlicher Erholung, als Ausdruck der bürgerlichen Selbstorganisation und eines internationalen Miteinanders und als Reibungsfläche politischer Ideologien.
Weitere Informationen
Schoeler Schlösschen
Wilhelmsaue 126
10715 Berlin
Telefon: (030) 45964726