Tempelhof - Mein Kiez. Geschichte(n) des geteilten Berlins

Im Hintergrund des Fotos ist ein langgestrecktes Gebäude zu sehen. Oben im Vordergrund befindet sich ein Schild mit der Aufschrift "Zum Flughafen".
Blick auf das Gebäude des Flughafens Tempelhof, links das Luftbrückendenkmal, 1963. Bild: Flughafen Berlin Brandenburg

7. bis 14. Oktober 2026

Der Flughafen Tempelhof war zugleich Schauplatz und Symbol der deutschen Teilung. Während der Berlin-Blockade 1948/49 brachten die hier landenden „Rosinenbomber“ Lebensmittel und andere Versorgungsgüter nach West-Berlin. Nur wenige Kilometer entfernt verlief die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin, später die Berliner Mauer.

Erkunden Sie den Flughafen bei Führungen, einem Filmabend, einem Zeitzeugengespräch und einer Lesung.

Führungen

Blick aus der Vogelperspektive auf  große Gebäude, Straßenzüge und eine Grünanlage
Luftaufnahme des Flughafens Tempelhof, 1963. Bild: Flughafen Berlin Brandenburg

Verborgene Orte
Mittwoch, 7. Oktober 2026, 16:15 bis 18:15 Uhr
Einige Bereiche des Flughafens Tempelhof blieben Reisenden und Mitarbeitenden verschlossen: Luftschutzräume, ein geheimnisvoller Filmbunker und Räumlichkeiten des US-Militärs zeugen von weitgehend unbekannten Funktionen des Geländes. Die Führung gibt Einblicke in die Nutzung des Flughafens während der NS-Zeit und der anschließenden Präsenz der US Air Force.

Mythos Tempelhof
Mittwoch, 14. Oktober 2026, 16:15 bis 18:15 Uhr
Die Architektur des Flughafens Tempelhof spiegelt seine wechselhafte Geschichte. Bis heute sind an ihr Spuren der NS-Zeit wie auch der jahrzehntelangen Nutzung durch die US-Amerikaner ablesbar. Im Rahmen des Rundgangs können u. a. die ehemalige Abfertigungshalle, die einstigen US-Bereiche und die weitläufigen Transitgänge besichtigt werden. 

Treffpunkt für beide Führungen
Flughafen Tempelhof
Besucherzentrum Check-In, neben dem zentralen Haupteingang des Flughafengebäudes
Platz der Luftbrücke 5, C2
12101 Berlin

Anmeldung für beide Führungen erforderlich unter veranstaltungen@aufarbeitung-berlin.de

Gespräch: Flucht über Tempelhof

Rund 20 Männer und Frauen gehen der Reihe nach über eine Gangway in ein Flugzeug.
11. März 1953: Abflug von DDR-Flüchtlingen nach Westdeutschland mit Super-Clipper der amerikanischen Luftfahrtgesellschaft PAA. Bild: Landesarchiv Berlin, F Rep. 290 (02) Nr. 0023893 / Foto: Schütz, Gert

Mittwoch, 7. Oktober 2026, 19 bis 20:30 Uhr 

Für viele DDR-Bürger war West-Berlin vor dem Mauerbau das Tor in die Freiheit. Über den Flughafen Tempelhof gelangten sie weiter in die Bundesrepublik. Zwischen 1949 und 1961 verließen Hunderttausende die DDR – oft unter großer persönlicher Gefahr und in der Hoffnung auf einen Neuanfang im Westen. 

Gäste
Ute Rauscher, Zeitzeugin
Sarah Bornhorst, Kuratorin Zeitzeugenarbeit und Oral History (Stiftung Berliner Mauer)
Thomas Werneke, Referent für historische-politische Bildung und Erinnerungskultur (Flughafen Tempelhof)

Moderation
Irmgard Zündorf, Leiterin des Bereichs Public History (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung)

Ort
Flughafen Tempelhof
Besucherzentrum Check-In, neben dem zentralen Haupteingang des Flughafengebäudes
Platz der Luftbrücke 5, C2
12101 Berlin

Filmabend: „Eins, Zwei, Drei“ (USA 1961) – Ein Filmklassiker an seinem historischen Ort

Ein älterer Mann telefoniert, während ein zweiter Mann daneben steht und ein junges Paar im Hintergrund sich umarmt.
Screenshot aus dem Film Eins, Zwei, Drei. Bild: Daniel L. Fapp

Donnerstag, 8. Oktober 2026, 19 bis 20:30 Uhr 

Billy Wilders „Eins, Zwei, Drei“ gehört zu den pointiertesten Filmen über das Berlin des Kalten Krieges. Gedreht wurde die turbulente Komödie 1961 – kurz vor dem Mauerbau – unter anderem am Flughafen Tempelhof. James Cagney spielt einen Coca-Cola-Manager, der zwischen Ost und West, Kapitalismus und Kommunismus und einer zunehmend außer Kontrolle geratenen Liebesgeschichte vermitteln muss.

 

Begrüßung
Historiker Thomas Werneke

Einführung
BAB-Referentin Anna Kokenge.

Ort
Flughafen Tempelhof
THF TOWER
Tempelhofer Damm 45
12101 Berlin